Altdeutsche Deckung

Lebendige Schönheit für höchste Ansprüche

Typisch für die Altdeutsche Deckung ist der Wechsel zwischen breit und schmal zugerichteten Decksteinen innerhalb der Gebindereihen. Die Details für Kehlen, Grate, Orte und First schaffen ein individuelles Kunstwerk.

Seiteninhalt

Die Deckart

Vom liebevollen Detail zum Gesamtkunstwerk

Typisch für die Altdeutsche Deckung ist der Wechsel zwischen breit und schmal zugerichteten Decksteinen innerhalb der Gebindereihen. Die Details für Kehlen, Grate,
Orte und First schaffen ein individuelles Kunstwerk.

Das Hauptmerkmal der Altdeutschen Deckung ist die Verwendung von freihand zugerichteten schuppenförmigen Decksteinen. Anders als bei den meisten Schieferdeckarten, die mit gleichförmigen Schablonensteinen arbeiten, wird hier das Deckbild nach exakt definierten Regeln durch variierende Steinhöhen und -breiten belebt. Das Resultat ist ein individuelles, überaus charmantes Gesamtbild.

Die Altdeutsche Deckung stellt hohe Anforderungen an die Qualifikation des Handwerkers, denn besonders in filigranen Dachdetails zeigt die Altdeutsche Deckung, warum sie als anmutige aber auch fordernde Königin unter den Deckarten gilt.

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Das Postamt der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt.​

Ein herrlicher Prachtbau, gekrönt von einem Schieferdach mit klassischem Charme.

Eine Ruine erstrahlt in neuem Glanz.

Die Geschichte des Dominikanerklosters „Paradiese“ in Soest beginnt im 13. Jahrhundert und endet unrühmlich im Jahre 1806 mit seiner staatlichen Auflösung. Heute erstrahlt das altehrwürdige Gebäude in neuem Glanz und beherbergt ein medizinisches Zentrum.

Die Genovevaburg - Das Wahrzeichen der Schieferstadt Mayen

Seidig glänzender Moselschiefer in Altdeutscher Deckung zeichnet das Wahrzeichen der Stadt Mayen aus.

Mut zur Exklusivität als Ausdruck des Lebensstils.

Wie könnte man mehr Persönlichkeit zum Ausdruck bringen als mit einer Altdeutschen Deckung mit edlem Schiefer. Denn er bezieht seine unverwechselbare Optik nicht aus vordergründigen Effekten. Sein natürlicher Glanz und die feine Struktur verleihen in Verbindung mit der Altdeutschen Deckung einzigartigen Gebäuden individuellen Charakter. Der versierte Schieferdecker versteht es, exklusive Wünsche von Bauherren und Architekten in die Tat umzusetzen. Er kennt die Eigenschaften der Altdeutschen Deckung und die Gestaltungsmöglichkeiten, die sich mit ihr bieten. Ästhetik ist eine Sprache, die jeder versteht, aber nur wenige beherrschen.

Echte Werte überdauern jeden Bautrend.

Die Rückbesinnung auf langlebiges Bauen mit ökologisch wertvollen Baustoffen setzt heute Zeichen für die Zukunft und macht Schiefer als Werkstoff für Dach und Fassade aktueller denn je. Schiefer entspricht allen Anforderungen an die heutige Bauphysik und ist als Naturstoff baubiologisch wertvoll. Die einzigartige Ästhetik der Altdeutschen Deckung setzt Maßstäbe. Sie schlägt eine Brücke von den kulturhistorischen Bauwerken vergangener Epochen zur gehobenen Architektur unserer Gegenwart. Sie ermöglicht Bauherren und Planern, Individualität und Kreativität zu verwirklichen.

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Altdeutsche Deckung

Objektbeispiele

Eine Auswahl unserer Projekte und Anwendungsbeispiele.

 

MONUMENTUM

Das neue Altdeutsch von Rathscheck Schiefer

Verlegung & Anwendung

Altdeutsche Deckung in Monumentum

Das Hauptmerkmal der Altdeutschen Deckung ist die Verwendung von frei Hand zugerichteten Decksteinen mit deutlich unterschiedlichen Höhen und Breiten in einer Fläche.

Verlegetechnik

Die Altdeutschen Deckungen sind als geschlossene Deckungen auszuführen. Die Deckung auf dem Dach erfolgt im unteren Teil über dem Fußgebinde mit den größten, nach Gattung sortierten Decksteinen, die in ihrer Größe zum First hin deutlich kleiner werden (verjüngen). Hierbei muss in der fertig gedeckten Dachfläche eine stufenlose Verringerung der Gebindehöhe in Abhängigkeit von der Sparrenlänge, mindestens entsprechend der hier eingeblendeten Tabelle, erfolgen:

Sparrenlänge
[m]

Differenz zwischen der
größten und kleinsten
Gebindehöhe
[mm]

Übliche Anzahl der zu
verwendenden benachbarten
Sortierungen

≤ 6

≥ 40

1

≤ 8

≥ 60

2

8

≥ 80

2-3

Die breiten und schmalen Decksteine sind in der Fläche zu verteilen. Innerhalb einer Gebindehöhe muss die Differenz von der breitesten bis zur schmalsten Sichtbreite der Decksteine mindestens 40 mm unabhängig von der Sparrenlänge betragen. Nur bei kleinen Dachflächen, wie z. B. Dachgauben, dürfen diese geforderten Maße unterschritten werden.

Das Übersetzen von zwei schmalen Decksteinen auf einen breiten oder von einem breiten auf zwei schmale ist zulässig und typisch für die Altdeutsche Deckung; es ist jedoch mit besonderer Sorgfalt vorzunehmen.

Die Deckung der Anfang- und Endorte muss eingebunden erfolgen. Gleiches gilt für die Grat-Eindeckung.

Bei der Deckung an der Wand wird an der unteren Kante der zu deckenden Fläche (z.B. Sockel) mit den größten Decksteinen begonnen. Zum Abschluss der Wandfläche hin werden die Decksteine deutlich kleiner (verjüngen). Hierbei muss in der fertig gedeckten Fläche eine stufenlose Verringerung der Gebindehöhe, in Abhängigkeit von der einzudeckenden Wandhöhe, eingehalten werden:

 Einzudeckende
 Wandhöhe
[m]
Differenz zwischen der
größten und kleinsten
Gebindehöhe
[mm]
Übliche Anzahl der zu
verwendenden benachbarten
Sortierungen

≤ 3

≥ 20

1

≤ 6

≥ 40

1

≤ 8

≥ 60

2

8

≥ 80

2-3

Die verschiedenen Steinbreiten in den Sortierungen sind innerhalb einer Gebindehöhe zu verteilen. Die Differenz von der breitesten bis zur schmalsten Sichtbreite der Decksteine beträgt dabei mindestens 30 mm, unabhängig von der einzudeckenden Wandhöhe.

Nur bei kleinen Wandflächen (z. B. Attiken) dürfen die geforderten Maße unterschritten werden.

Decksteinmodelle

Für die Altdeutsche Deckung stehen Decksteine mit drei verschiedenen Hieben zur Verfügung.

Normaler Hieb

Scharfer Hieb 

Stumpfer Hieb

Decksteinkonstruktion

Rechter Deckstein

 

Deckunterlage

Schalung

Befestigung Dach

Decksteine sind bei

  • einer Steinhöhe ≥ 24 cm mindestens mit 3 Schiefernägeln oder -stiften bzw. DrillSklent-Schrauben und bei
  • einer Steinhöhe < 24 cm mindestens mit 2 Schiefernägeln oder -stiften bzw. DrillSklent-Schrauben   

innerhalb der Höhenüberdeckung zu befestigen.

Bei windexponierten Flächen oder Dachneigungen > 70° kann unterhalb der Höhenüberdeckung, aber innerhalb der Seitenüberdeckung, befestigt werden.

Befestigung Wand

Decksteine sind bei

  • einer Steinhöhe > 20 cm mindestens mit 3 Schiefernägeln oder -stiften bzw. DrillSklent-Schrauben und bei
  • einer Steinhöhe  20 cm mindestens mit 2 Schiefernägeln oder -stiften bzw. DrillSklent-Schrauben

innerhalb der Überdeckung zu befestigen.

Mindesthöhen- und Mindestseitenüberdeckung

Die Mindesthöhen- und seitenüberdeckungen betragen bei der Altdeutschen Deckung in normalem und stumpfem Hieb 29 % der Steinhöhe, mindestens jedoch 50 mm (Dach). Wird die Seitenüberdeckung von 29 % nicht erreicht, muss mit erhöhtem Fersenversatz gearbeitet werden. Dies ist beim stumpfen Hieb der Fall.

Bei der Verwendung von Decksteinen in scharfem Hieb beträgt die Höhenüberdeckung 29 % der Steinhöhe, die Seitenüberdeckung ca. 38 % der Steinhöhe bis zu einer Mindestüberdeckung von 50 mm (Dach).

Im Einzelfalle ist je nach Dachneigung, Entfernung zwischen First und Traufe und Decksteinsortierung zu prüfen, ob Decksteine in normalem oder scharfem Hieb einzudecken sind. Wird die Mindestüberdeckung von 50 mm in der Seitenüberdeckung beim normalen Hieb nicht erreicht, so ist der scharfe Hieb anzuwenden.

Die Altdeutsche Doppeldeckung ist mit Decksteinen in stumpfem oder normalem Hieb auszuführen. Bei der Altdeutschen Doppeldeckung überdecken die Steine des dritten Gebindes die des ersten Gebindes um mindestens 20 mm. Fuß, Ort und First werden einfach gedeckt.

Bei Wandflächen beträgt die Mindesthöhenüberdeckung 40 mm, die Mindestseitenüberdeckung wird durch die Decksteinhöhe, den Decksteinhieb und den Fersenversatz bestimmt.

Für die Höhen- und Seitenüberdeckung der Fuß- und Gebindesteine ist grundsätzlich das über dem Fuß liegende Deckgebinde maßgebend. Dies gilt analog für alle Ort-, Grat- und Firststeine.

Bei der Wahl der Steingröße sind die Sparrenlängen, die Lage des Daches zur Hauptwetterrichtung und der Decksteinhieb zu berücksichtigen. Im Zweifelsfall ist die jeweils größere Decksteinsortierung oder der scharfe Hieb zu wählen. Alle Steingrößen können in Rechts- und Linksdeckung ausgeführt werden.

Die Höhe des Altdeutschen Decksteins wird im rechten Winkel zum Fuß, die Breite parallel zum Fuß auf der Höhenüberdeckungslinie gemessen.

Steinhöhen und Überdeckungen
Steinhöhe
[cm]
Höhen- und Seiten-
überdeckung [mm]
normaler Hieb (29%)
Seitenüberdeckung
[mm]
scharfer Hieb (38%)
Sortierung

42*

125

160

 1/2

41

120

160

 1/2

40

120

155

 1/2

39

115

150

 1/2

38

110

145

 1/2, 1/4

37

110

145

 1/2, 1/4

36

105

140

 1/2, 1/4

35

105

135

 1/4

34

100

130

 1/4, 1/8

33

100

125

 1/4, 1/8

32

95

125

 1/4, 1/8

31

90

120

 1/8

30

90

115

 1/8, 1/12

29

85

110

 1/8, 1/12

28

85

110

 1/8, 1/12

27

80

105

 1/12

26

75

100

 1/12, 1/16

25

75

95

 1/12, 1/16

24

70

95

 1/12, 1/16

23

70

90

 1/16

22

65

85

 1/16, 1/32

21

65

80

 1/16, 1/32

20

60

80

 1/16, 1/32

19

55

75

 1/32

18

55

70

 1/32, 1/64

17

50

65

 1/32, 1/64

16

50

65

 1/32, 1/64

15

50

60

 1/64

*gilt auch bei Steinhöhen > 42 cm

Sortierung und zweckmäßige Decksteingröße

bei gegebener Dachneigung für MONUMENTUM® und InterSIN®

Schiefer-
sortierung
behauene Schiefergeeignet für
Dachneigung
Steinhöhe [cm]Steinbreite [cm]

1/1

50 - 40

42 - 32

nur für Doppeldeckung*

1/2

42 - 36

38 - 28

25 - 30°

1/4

38 - 32

34 - 25

25 - 35°

1/8

34 - 28

30 - 23

30 - 40°

1/12

30 - 24

26 - 20

35 - 50°

1/16

26 - 20

22 - 17

40 - 60°

1/32

22 - 16

18 - 13

50 - 60°

1/64

18 - 12

16 - 11

60 - 90°

Decksteine im scharfen Hieb können breiter sein als in der Tabelle angegeben.
Ab 20 cm Decksteinhöhe aufwärts liefern wir die Schiefer im cm-Raster sortiert.

*bei Doppeldeckung in der Regel ≥ 22 - 25°

Kehlen für die Altdeutsche Deckung

Bei Kehldeckungen ist die „Fachregel für Dachdeckungen mit Schiefer", herausgegeben vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V., zu beachten.

Zuordnung der Ort- und Kehlsteine zur jeweiligen Decksteinsortierung mit MONUMENTUM®

  Schiefer-
Sortierung
Rohmaterial mit gesägten Kanten  Kehlsteine  Fuß/Traufe
Rohsortierung
Anfangort (Stichort) [cm]

Endort (Doppelort) [cm]

1/260 x 4550 x 35
52 x 27
Metallrohe 1/1 - 1/2
1/460 x 4552 x 27
41 x 21
Kl
(oder Metall)
rohe 1/2 - 1/4
1/860 x 45
60 x 40
50 x 35
52 x 27
41 x 21
Kll
(oder Metall)
rohe 1/4 - 1/8
1/1260 x 40
50 x 35
41 x 21
30 x 24
Kllrohe 1/8 - 1/12
1/1652 x 2730 x 24Kll
Klll
rohe 1/12 - 1/16
1/3241 x 2142 x 16
30 x 15
KIV
(etwas KII)
rohe 1/16 - 1/32
1/6430 x 2430 x 15KlVrohe 1/32

Zuordnung der Ort- und Kehlsteine zur jeweiligen Decksteinsortierung mit InterSIN®

  Schiefer-
Sortierung
Rechtecke mit Bruchkante  Kehlsteine  Fuß/Traufe
Rohsortierung
Anfangort (Stichort) [cm]

Endort (Doppelort) [cm]

1/260 x 4550 x 30
50 x 25
Metallrohe 1/1 - 1/2
1/460 x 4550 x 25
40 x 20
Kl
(oder Metall)
rohe 1/2 - 1/4
1/860 x 45
60 x 35
50 x 34
50 x 25
40 x 20
Kll
(oder Metall)
rohe 1/4 - 1/8
1/1260 x 30
50 x 30
40 x 20
30 x 20
Kllrohe 1/8 - 1/12
1/1650 x 2530 x 20Kll
Klll
rohe 1/12 - 1/16
1/3240 x 2040 x 15
30 x 15
KIV
(etwas KII)
rohe 1/16 - 1/32
1/6430 x 2030 x 15KlVrohe 1/32
Deckschema

Altdeutsche Deckung

Altdeutsche Doppeldeckung eingebundenem Fuß

Ort: Altdeutsche Deckung mit Anfangort (Stichort)

Ort: Altdeutsche Deckung mit Doppelendort

Grat: Altdeutsche Deckung mit Anfangort (Stichort)

Grat: Altdeutsche Deckung mit Anfangort (stehend)

Grat: Altdeutsche Deckung mit Doppelendort, gestaffelt

Grat: Altdeutsche Deckung mit Endstichort, gestaffelt

First: Altdeutsche Deckung

Hauptkehle: Altdeutsche Deckung mit rechter eingebundener Kehle

Hauptkehle: Altdeutsche Deckung mit linker eingebundener Kehle

Hauptkehle: Altdeutsche Deckung mit eingebundener Herzkehle

Kehle: Steinformen

Materialien & Downloads

Weiterführende und kostenfreie Informationen zu allen Deckarten in der Übersicht.

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