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Wie baue ich einen Dachkasten?

Ein Dachkasten beziehungsweise Gesimskasten ist nicht nur eine Zierde des Übergangsbereichs zwischen Fassade und Dach, er erfüllt auch eine wichtige bautechnische Aufgabe. Durch den Dachkasten wird verhindert, dass der Wind das Dach von der Unterseite her angreifen und im ungünstigsten Fall anheben kann.

Ein verkleideter Dachüberstand schützt nicht nur die Fassade vor Verwitterung, er bietet auch Türen und Fenstern Schutz und sorgt zudem im Sommer für die Beschattung der Fassadenfläche. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie einen Dachkasten bauen, welches Material Sie benötigen und worauf Sie beim Bau besonders achten sollten.

Dach Bestandteile Schiefer
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Kann ich einen Dachkasten selbst bauen?

Anders als das Herstellen einer Dachdeckung gehört der Bau eines Dachkastens nicht zu den anspruchsvollsten Tätigkeiten am Bau. Jeder handwerklich begabte Hausherr kann sich am Verkleiden des Dachüberstands und am Dachkasten bauen selbst versuchen, ohne substantielle Schäden am Gebäude anzurichten. Läuft nicht alles nach Plan, kann im Nachhinein immer noch von Profi-Seite nachgebessert werden. Keinesfalls übertrieben für Arbeiten an der Unterseite des Daches sind allerdings ein oder besser zwei tatkräftige Helfer. Dadurch kann das lästige und zeitraubende Auf und Ab am Gerüst oder auf der Leiter vermieden werden und das Hantieren mit den langen Brettern der Verkleidung fällt um einiges leichter.

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Wie ist ein Dachkasten aufgebaut?

Ein Dachkasten beziehungsweise ein Gesimskasten zieht sich entlang der Traufe von den Enden der Dachsparren bis zur Außenwand des Gebäudes. An der Giebelseite reicht er vom Ortgang bis zur Giebelwand. Er kann mit oder ohne Front ausgeführt werden. Die Konstruktion besteht aus zwei Teilen. Der später nicht mehr sichtbare, aber für die Optik ganz entscheidende Teil des Dachkastens ist die Unterkonstruktion. An ihr wird die sichtbare Verkleidung befestigt.

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Wie wird die Unterkonstruktion hergestellt?

  • Enden die Sparren bündig und bilden eine gemeinsame Flucht, besteht die Unterkonstruktion im einfachsten Fall aus mehreren Holzwinkeln.
  • Pro Sparren wird ein Winkel aus Kanthölzern angebracht.
  • Der horizontale Schenkel verläuft vom Sparrenkopf in der Waagerechten bis zur Außenwand.
  • Der senkrechte Schenkel verläuft entlang der Außenwand vom Sparren bis zum Kreuzungspunkt mit dem waagerechten Schenkel.
  • Diese Konstruktion reicht aus, um entlang der Gebäude-Längsseite einen Dachkasten zu bauen.
  • An der Giebelwand kann die Unterkonstruktion direkt auf der Lattung und an den Ortgangbrettern oder Flugsparren befestigt werden.
  • Soll der Dachkasten mit einer sichtbaren Front versehen werden, wird im Bereich der Traufe und des Ortgangs eine Schalung hergestellt, an der die Frontverkleidung befestigt wird.

Gewissenhaftes Arbeiten beim Herstellen der Unterkonstruktion zahlt sich später durch eine exakt sitzende Verkleidung aus. Eine Wasserwaage von ausreichender Länge und eine Richtschnur sind für diese Arbeiten unerlässlich.

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Was ist bei der Dachkasten-Verkleidung wichtig?

Ein beliebtes Material, um den Dachüberstand zu verkleiden, sind Nut- und Federbretter. Neben den Holzpaneelen kommen auch Paneele aus Holzwerkstoffen wie beispielsweise MDF zum Einsatz. Eine weitere Möglichkeit, den Dachüberstand zu verkleiden, ist Kunststoff. Kunststoff-Paneele bietet den Vorteil, dass sie, von der gelegentlichen Reinigung abgesehen, wartungsfrei sind. Ebenfalls langlebig und wartungsfrei, aber auch entsprechend teuer ist Aluminium als Verkleidung für den Dachüberstand.

Wer seinen Dachkasten mit einer Front versieht, kann diese ebenso mit dekorativen Schieferplatten verkleiden. Diese Option bietet sich vor allen Dingen dann an, wenn Schiefer auch auf dem Dach oder an der Fassade als Verkleidung zum Einsatz kommt.

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Diese Materialien eignen sich als Dachkasten-Verkleidung:

  • Holz-Paneele
  • Paneele aus Holzwerkstoffen
  • Kunststoff-Paneele
  • Bleche (Aluminium, Kupfer, Zink)
  • Schiefer für die Front
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Wenn Sie den Materialbedarf für die Verkleidung ermitteln, sollten Sie sich von der gesamten Breite einer Paneele nicht täuschen lassen. Nut und Feder greifen in der Regel zwischen ein und zwei Zentimeter ineinander. Dieses Maß muss zur Berechnung der Deckbreite abgezogen werden. Am besten stecken Sie mehrere Paneele ineinander und messen dann beispielsweise von der linken Kante der ersten Paneele bis zur linken Kante zweite Paneele – in zusammengestecktem Zustand.

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Welche Vorteile bietet ein Dachkasten sonst noch?

Ein verkleideter Dachüberstand bietet eine hervorragende Möglichkeit, um mit wenig Aufwand eine Außenbeleuchtung dezent unterzubringen. Sowohl die Lampen als auch die komplette Verkabelung findet ohne weiteres im Dachkasten Platz. Damit sind die Voraussetzungen für die Rundum-Beleuchtung des Gebäudes gegeben.

Ebenfalls wertvolle Dienste kann ein Dachkasten bei der Gebäudedämmung leisten. Nicht selten ist der Übergang von der Dach-Dämmung zur Fassaden-Dämmung eine Achilles-Ferse bei der Isolierung eines Gebäudes. Wird der Dachkasten entsprechend dimensioniert, findet in ihm ausreichend Dämm-Material Platz, um genau diesen Übergang zusätzlich zu isolieren.

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Muss eine Dachkastenverkleidung gepflegt werden?

  • Wird die Verkleidung eines Dachkastens aus Metall oder Kunststoff hergestellt, muss sie in der Regel über einen längeren Zeitraum hinweg nicht gewartet oder gepflegt werden.
  • Kommt Holz als Verkleidungsmaterial zum Einsatz, ist von Zeit zu Zeit ein neuer Anstrich nötig.
  • Ein hochwertiges Dach sollte mehrere Generationen überdauern und ein Dachkasten sollte das im Idealfall auch.
  • Als Anstrich eignen sich alle Lacke und Lasuren für den Außenbereich, die einen Bläue- und Verwitterungsschutz enthalten. Lasuren bieten den Vorteil, dass sie leichter zu verarbeiten sind und nicht abblättern.
  • Um einen optimalen Witterungsschutz zu erhalten, sollten die Bretter nach dem Zuschnitt, bevor sie montiert werden, ein erstes Mal lackiert oder lasiert werden. Auf diese Weise erhalten auch die Nuten und Federn sowie die besonders empfindlichen Stirnseiten der Bretter den nötigen Schutz.
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Kann ich den Dachüberstand selbst verlängern?

Nicht jedes Gebäude ist mit einem Dachüberstand versehen und bietet die offensichtlichen Vorteile eines Dachkastens. Ein schlagkräftiges Argument für die Verlängerung eines Dachüberstands ist die nachträgliche Dämmung der Außenwand eines Gebäudes. WDV-Systeme beinhalten eine Dämmschicht, deren Dicke mehrere Dezimeter betragen kann. Dementsprechend groß muss die Verlängerung des Dachüberstands und dessen Verkleidung ausfallen.

Soll ein Dach im Nachhinein verlängert werden, bedeutet das unter Umständen einen massiven Eingriff in die Statik des Daches. Je nach baulicher Situation muss beim Bau eines Dachüberstands ein statischer Nachweis geführt werden. Die statischen Berechnungen für einen Dachüberstand können Sie nicht selbst ausführen. Die Planung muss vom Statiker vorgenommen werden. Er ist die richtige Ansprechperson, wenn es darum geht, ob und in welchem Rahmen ein Dachüberstand gebaut werden kann.

Neben den baulichen Maßnahmen kommen beim Bau eines Dachüberstands gleich mehrere rechtliche Aspekte hinzu. Die Mindestabstandsmaße sowohl zur Straße als auch zu den Nachbargrundstücken hin müssen eingehalten werden. Voraussetzung für den Bau eines Dachüberstands wird in den meisten Fällen eine behördliche Baugenehmigung sowie das schriftliche Einverständnis der Nachbarn sein.

 

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