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Asbest-Analyse – wie funktioniert sie?

Zwischen 1950 und 1990 wurden rund 4,35 Millionen Tonnen Asbest in die BRD sowie die DDR importiert. Die Substanz fand unter anderem Einsatz in der Herstellung von Dachbekleidungen, Wandbekleidung, Fußbodenbelägen, Brems- und Kupplungsbelägen sowie technischen Textilien.

Verboten ist die Verwendung von Asbestprodukten seit 1993. Da diese Substanz jedoch bis in die 1980er-Jahre in unzähligen Objekten verbaut wurde, schätzte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Jahr 2016, dass noch etwa 80 Prozent des deutschen Gebäudebestandes asbestverseucht sind.

Asbest Entfernung Dach Sanierung
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Wo kann sich Asbest im Haus befinden?

Als natürlich vorkommende Silikatminerale überzeugten Asbestfasern durch ihre positiven Eigenschaften und wurden lange Zeit als „Wunderwerkstoff“ bezeichnet: Sie sind nicht brennbar, hitzebeständig und chemisch stabil.

Unterteilt werden Asbestprodukte in eine fest gebundene und eine schwach gebundene Form. Fest gebunden ist beispielsweise Asbestzement, welcher für die Bekleidung und Dämmung von Dächern sowie Fassaden eingesetzt wurde. In schwach gebundener Form befinden sich die Fasern unter anderem in Isolierungen, Fugenmassen, Kleber oder Brandschutztextilien.

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Folgende Beispiele zeigen, wo im und am Haus Asbest verbaut sein kann:

  • Vinyl-Asbest-Platten, auch Flex-Platten genannt
  • Wellasbestplatten auf dem Dach und kleinformatige Faserzementplatten
  • Heizkörperverkleidungen und Hitzeschutz
  • Leichtbauplatten zum Brandschutz
  • Elektroinstallationen wie Nachtspeicheröfen
  • Spachtelmassen, Fliesenkleber, Putze
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Warum ist Asbest gefährlich?

Als Asbest werden feine, mineralische Silikatfasern bezeichnet, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Problematisch sind sie deshalb, weil sie sich weiter aufspalten und über die Atemluft in die Lunge gelangen können. Haben sie sich einmal dort festgesetzt, ist es nahezu unmöglich, sie auszuscheiden oder abzubauen.

In der Lunge reizen sie das Gewebe soweit, bis dieses vernarbt und sich verhärtet – diese Erkrankung wird auch Asbestose genannt. Durch die Verhärtung kommt es zu Atemnot, Reizhusten und zähem Auswurf. Auch Gewichtsverlust und eine bläuliche Verfärbung von Lippen sowie Fingerenden können damit einhergehen.

Die Asbestose gilt als die häufigste Erkrankung durch die gefährlichen Fasern. Betroffene können jedoch auch an Lungenkrebs erkranken oder, wenn die Fasern zum Brust- oder Bauchfell wandern, dort Tumore verursachen. Eine vergleichsweise häufige Erkrankung ist außerdem der Pleuraerguss - bei diesem sammelt sich eine größere Menge Flüssigkeit in der Pleurahöhle und verursacht Brustschmerzen sowie Kurzatmigkeit. Häufig ist diese Krankheit aber gutartig.

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Wer ist von dem Erkrankungsrisiko betroffen?

Zwar kann schon ein einmaliger Kontakt mit Asbest ausreichen, um die feinen Fasern einzuatmen. Doch in der Regel ist das Risiko für Privatpersonen vergleichsweise gering. Allerdings ist bei Heimwerkern, die Maßnahmen an Dach oder Fassade selbst durchführen, die Wahrscheinlichkeit höher, gefährliche Fasern aufzunehmen.

Besonders betroffen sind jedoch Arbeiter, die zwischen den 1960er und 1980er-Jahren insbesondere am Gebäudebau beteiligt waren. Durch den regelmäßigen Umgang mit asbesthaltigen Produkten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Fasern eingeatmet wurden.

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Wie kann eine Asbest-Analyse durchgeführt werden?

Wurde Ihr Gebäude vor 1993 erbaut, ist es möglich, dass asbesthaltige Baustoffe dafür eingesetzt wurden. Besteht der Verdacht, dass Dach, Innenwand, Decke oder Fußboden die Substanz enthalten, kann eine Asbest-Analyse durchgeführt werden.

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Eine richtige Analyse erfolgt in der Regel durch ein zugelassenes Labor, welches zur Bestimmung der Fasern folgende Verfahren anwenden kann:

  • Phasenkontrastverfahren
  • Stereo-, Polarisations- beziehungsweise Lichtmikroskopie
  • Röntgenbeugungsanalyse (XRD)
  • Infrarotspektroskopie (IR)
  • Rasterelektronenmikroskopie (REM) mit Röntgenmikroanalysator (EDX)
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Die Lichtmikroskopie ist die günstigste Asbest-Analysenmethode, da sich hier mithilfe einer Präpariernadel Faserbündel erkennen lassen, die lediglich auf die Asbestfasern hinweisen. Verstärkt sich durch dieses Verfahren der Verdacht, sollte zusätzlich eine der anderen Methoden angewandt werden.

Darüber hinaus ist für die Asbest-Analyse auch ein Schnellverfahren möglich. Für dieses wird ein Handanalysegerät eingesetzt, mit dem laut Herstellerangaben ein Asbestgehalt ab einem Prozent nachgewiesen werden kann. In unserem Artikel zum Asbest-Test erhalten Sie weitere Informationen, wie Sie Proben für verschiedene Tests nehmen können, um die Substanz in Ihrem Haus nachweisen zu können.

Kann über die Asbest-Analyse nachgewiesen werden, dass sich die Fasern im oder am Objekt befinden, sollte eine Sanierung in Betracht gezogen werden.

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Asbest-Analyse: Was sollten Hausbesitzer beachten?

Hegen Sie den Verdacht, dass asbesthaltige Baustoffe in Ihrem Haus verbaut wurden, und möchten Sie nun eine Asbest-Analyse durchführen lassen, sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen:

  1. Schutzkleidung tragen: Möchten Sie für die Untersuchung im Labor eine Probe nehmen, tragen Sie in jedem Fall Handschuhe sowie eine partikelfiltrierende Halbmaske. Beides ist im Baumarkt erhältlich.
  2. Die Probe vorsichtig nehmen: Achten Sie auch hier darauf, das Material nicht zu beschädigen. Achtung: Lassen Sie die Probe von einem Fachmann entnehmen – dieser hat Expertise in der fachgerechten Entnahme und weiß, worauf er zu achten hat.
  3. Die Probe richtig verpacken: Die Probe sollte unbedingt in einem staubdichten Kunststoffbeutel verpackt werden, damit keine Fasern entweichen können.
  4. Nicht eigenständig sanieren: Entscheiden Sie sich schließlich für eine Sanierung, sollten Sie in jedem Fall eine zugelassene Firma beauftragen. Diese verfügt über das nötige Wissen und kann geschultes Personal einsetzen.
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Keine eigenen Tests durchführen: Von Selbsttests, wie es sie beispielsweise im Internet zu erwerben gibt, ist dringend abzuraten. Die Gefahr, durch Bearbeiten des Baumaterials Fasern freizusetzen, ist zu groß. Auf Nummer sicher gehen Sie immer mit der Hilfe eines Fachmanns.

 

Im Idealfall entnehmen Sie die Proben ebenfalls nicht selbst, sondern lassen dies von einem Spezialisten durchführen. Er weiß, an welchen Stellen am besten Proben genommen werden und wie er bei der Entnahme vorgeht. Darüber hinaus kann er Sie darüber aufklären, wo in Ihrem Eigenheim eventuell Asbest verbaut wurde.

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