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Asbest am Dach:

An wen bei Asbestverdacht wenden?

Asbesthaltige Werkstoffe wurden bis in die 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts hinein in und auf vielen deutschen Häusern verbaut. Erst als die gesundheitsschädliche und krebserregende Wirkung von feinen Asbestfasern wissenschaftlich eindeutig belegt war, wurde im Jahr 1993 ein endgültiges Asbestverbot in Deutschland beschlossen.

Altbestände sind aber nach wie vor auf vielen Dächern zu finden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Wellasbestplatte, die auch heute noch häufig auf Dächern zu entdecken ist. Schätzungen sprechen von bis zu 700 Millionen Quadratmetern an Asbestzementprodukten, die sich immer noch auf deutschen Häusern befinden. Wenn Sie den Verdacht hegen, dass auf Ihrem Dach asbesthaltige Produkte verwendet wurden oder Sie gar befürchten, bei Heimwerkerarbeiten mit Asbest in Kontakt gekommen zu sein, gibt es eine Reihe von Ansprechpartnern, die Sie über die Situation aufklären und Ihnen helfen können, den Asbest zu entsorgen.

Asbest Sanierung Schiefer Schuppendeckung
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Wie Sie Asbest erkennen können:

Asbesthaltige Produkte wie Asbestplatten erkennen Sie häufig mittels drei Anhaltspunkten:

  1. Aussehen: Asbestprodukte zeichnen sich durch ihre faserige Struktur und die graue Farbe aus.
  2. Alter: Wurde das Haus zwischen 1900 und 1993 gebaut oder saniert, ist das Risiko sehr hoch, dass dabei asbesthaltige Baustoffe verwendet wurden.
  3. Verwendung: Treffen die beiden obigen Merkmale auf das verdächtige Material zu, liefert der Verwendungszweck ein weiteres Indiz. Asbest-Bauteile, wie Asbestzementplatten, wurden meist in Brandschutzvorrichtungen und Wärmeisolierungen verwendet.
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Was Sie tun sollten, wenn Sie Asbest im Dach vermuten

Ob Sie befürchten, dass Ihr Haus mit Asbest belastet ist oder Sie nur allgemeine Informationen einholen wollen – die Umweltbehörden der Bundesländer und viele Kommunen stellen auf ihren Webseiten meist hilfreiche Informationen und Broschüren rund um den Umgang mit Asbest zur Verfügung. Die Broschüren enthalten meist auch konkrete Ansprechpartner, Prüfinstitute und Fachbetriebe für Ihre Region. Außerdem kann Ihnen die regionale Handwerkskammer Kontaktdaten von Betrieben vermitteln, die auf Asbestsanierungen spezialisiert sind und Asbest entsorgen.

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Folgende Portale und Webseiten liefern Ihnen verbindliche Informationen zum Thema Asbest und Asbestbelastung:

  • Bayerisches Landesamt für Umwelt
  • Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
  • Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
  • Stadt Köln
  • Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd Rheinland-Pfalz
  • Umweltbundesamt

Aufklärung über Gesundheitsrisiken durch Asbestbelastungen im privaten Bereich bietet das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) unter https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/asbest.php.

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Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt Hausbesitzern und Mietern bei einem Asbestverdacht, keine eigenmächtigen Maßnahmen vorzunehmen und den Asbest selbst zu entsorgen. Stattdessen sollten Sie sich zunächst an das regionale Umweltamt oder die Gewerbeaufsicht wenden, um sich selbst und andere nicht dem Risiko einer vermeidbaren Berührung mit Asbest auszusetzen.

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Wer prüft bei Asbestverdacht?

Die meisten Prüf- und Verbraucherinstitutionen bieten eine Prüfung verdächtiger Materialien auf ihren Asbestgehalt an. Prüfinstitute und Labore in Ihrer Region können Sie entweder in den Gelben Seiten oder im Internet finden. Auch bei TÜV und DEKRA stehen Ihnen kompetente und sachkundige Ansprechpartner zur Verfügung, wenn Sie Asbest auf dem Dach oder im Haus vermuten. Die Stiftung Warentest stellt auf ihrer Webseite weitere nützliche Tipps zu diesem Thema zur Verfügung.

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Was Sie tun sollten, wenn Sie in Kontakt mit Asbest gekommen sind

Bei Arbeiten am Eigenheim kann es passieren, dass Sie in Kontakt mit Asbest geraten sind. Entweder waren Sie sich der Asbestbelastung der bearbeiteten Materialien nicht bewusst oder haben keine ausreichenden Schutzmaßnahmen getroffen. Besonders hoch ist das von Asbest ausgehende Risiko dann, wenn viele Fasern freigesetzt werden, die dann in die Atemluft gelangen können. Dies geschieht vor allem dann, wenn Asbestprodukte wie Asbestzementplatten mechanisch bearbeitet oder zerstört werden sowie wenn sie nicht sachgerecht ausgebaut und entsorgt werden.

Gesundheitliche Folgen sind oft erst nach einer langen Latenzzeit erkennbar, die 30 Jahre und mehr betragen kann. Dies ist auch der Grund, warum in Deutschland immer noch mehr Menschen an den Folgen von Asbest sterben als durch Arbeitsunfälle, obwohl schon seit über 20 Jahren kein Asbest mehr verarbeitet werden darf.

Allerdings sollten Sie im Falle eines Verdachts nicht gleich in Panik verfallen. Eine einmalige, geringe Belastung führt längst nicht zu einem ähnlich hohen Erkrankungsrisiko, wie es eine dauerhafte Belastung im beruflichen Umfeld tun würde. Das Risiko einer tatsächlichen Erkrankung ist daher für Gelegenheitsheimwerker äußerst gering, auch wenn theoretisch das Einatmen einer einzigen Asbestfaser reicht, um Lungenkrebs zu bekommen.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie sich zunächst an Ihren Hausarzt wenden. Dieser kann Sie gegebenenfalls an einen Spezialisten für Arbeitsmedizin oder einen Lungenfacharzt vermitteln. Dieser Fachmann kann dann anhand Ihrer Schilderungen das tatsächliche Risiko abschätzen und abwägen, wie sinnvoll lebenslange Vorsorgeuntersuchungen sind. Dieses Abwägen ist nötig, da auch häufige Röntgenuntersuchungen eine erhöhte Strahlenbelastung bedeuten und das Risiko von gesundheitlichen Nebenwirkungen mit sich bringen.

Sollte sich durch einen professionellen Asbest-Test an Ihrem Haus oder Arbeitsplatz der Verdacht erhärten, dass Sie über einen längeren Zeitraum Asbestfasern ausgesetzt waren und diese eventuell eingeatmet haben, sollten Sie sich ebenfalls an Ihren Hausarzt wenden. Zudem sollten Sie danach Vorkehrung treffen, um eine zukünftige Gefährdung für Sie und Ihr Umfeld durch die asbestbelasteten Materialien auszuschließen. Eine Sanierung des Asbestdaches ist immer die beste Lösung, um das Risiko einer gesundheitlichen Gefährdung vollständig auszuschalten.

Für Bauherren, Architekten, Ingenieure sowie für Sanierungs- und Rückbaubeauftragte, die mit der Entsorgung von asbesthaltigen Bau- und Werkstoffen betraut sind, stellt das Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung eine umfassende Broschüre im Internet bereit. Diese ist unter folgender Adresse zu finden: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BerichteKompakt/2010/DL_2_2010_Aufl2.pdf?__blob=publicationFile&v=2

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Wichtig:

Eine Asbestsanierung sollten Sie in keinem Fall eigenmächtig vornehmen. Wenden Sie sich an ein zugelassenes Unternehmen in Ihrer Region, das mit den Vorschriften für Asbestsanierung und Asbestentsorgung vertraut ist. Unsachgemäßer Umgang mit sowie das Entsorgen von Asbest kann nicht nur Ihre Gesundheit gefährden, sondern ist auch vom deutschen Staat mit empfindlichen Strafen belegt.

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