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Wann wurde Asbest verbaut und warum ist das wichtig?

Asbestfasern mancher Asbestarten werden schon durch leichte Erschütterungen freigesetzt. Andere Fasern geraten wiederum in den Luftraum, sobald das Material, an das sie gebunden sind, handwerklich bearbeitet wird. Die Fasern können auf diesem Wege schnell in den Luftraum, die Atemwege und in die Lunge geraten, wo sie sich schließlich festsetzen.

Asbest Dachsanierung Schiefer Schuppendeckung
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Befindet sich Asbest immer Altbau?

Es ist generell nicht einfach, Asbest zu erkennen. Da vor einer Asbestsanierung allerdings auch Proben genommen werden müssen, muss zuvor zumindest ein Verdacht vorhanden sein. Insbesondere in einem Altbau kann Asbest oftmals verbaut sein. Deswegen ist dort besonders Vorsicht geboten. Zwar ist zum Beispiel Asbestzement relativ ungefährlich. Wer jedoch bei einer Renovierung unversehens auf asbesthaltiges Material stößt, setzt seiner Gesundheit nicht unerheblichen Gefahren aus.

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Gibt das Baujahr Indiz auf Asbest im Haus oder auf dem Dach?

Da Asbest mittlerweile verboten und nur im letzten Jahrhundert zu gewissen Zeiten in bestimmten Formen als Bausubstanz verwendet wurde, lässt sich verdächtiges Material leichter ausfindig machen. Bevor Sie also in ein älteres Gebäude einziehen und dort mit den Renovierungsarbeiten beginnen, informieren Sie sich über das Material. Darüber hinaus ist es hilfreich, das Baujahr mit den Zeiten zu vergleichen, wann Asbest in Deutschland verbaut wurde. So lässt sich Asbest leicht erkennen - gerade am Altbau.

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Was ist Asbest?

Der Name Asbest kommt aus dem Griechischen und bedeutet „unauslöschlich“ und „unvergänglich“. Es handelt sich um ein Mineral, das sich innerhalb von hunderttausend Jahren aus vulkanischen Serpentingestein gebildet hat. Mehrere Zentimeter lange Fasern bündelten sich dabei zu Adern zusammen, die sich nun in den oberen Erdschichten befinden. Die griechische Ursprungsbedeutung spielt auch auf die Widerstandsfähigkeit des Materials an. Gerade deswegen wurde es gerne in der Baubranche eingesetzt und hat leider auch schwerwiegende gesundheitliche Nebenwirkungen.

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Wie gefährlich ist Asbest?

Asbestfasern können durch verschiedenste Einwirkungen in den Luftraum und über die Atemwege in die Lunge geraten. Die Fasern sind in etwa so groß wie Bakterien. Weil das Mineral quasi unzerstörbar ist, kann auch der menschliche Körper sie nicht abbauen. Je nachdem, wieviel vom Körper aufgenommen wird, kann es zu folgenden Krankheiten kommen:

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  • Pleuraerguss: Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle, die zu Brustschmerzen und Kurzatmigkeit führt. Diese Erkrankung kann ein Symptom für Brustfellkrebs sein, verläuft aber in vielen Fällen gutartig.
  • Bauch- und Rippenfellkrebs
  • Lungenkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Asbestose
  • Pleuraplaques: Bindegewebsverdickung, die zu einer Entzündung führt
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Die Gefahr der Asbestose besteht, wenn die Atemluftkonzentration der Asbestfasern eine Million Fasern pro Kubikmeter überschreitet. Besonders Handwerker und Bergarbeiter haben mit der Krankheit zu kämpfen. Darüber hinaus kann die Arbeit mit und am Baustoff 20 bis 30 Jahre nach dem Erstkontakt zu einer Krebskrankheit führen. Wann die Krankheit auftritt, kann also auch damit zusammenhängen, wann Asbest verbaut wurde.

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Wann wurde Asbest zuerst verbaut?

Im Grunde wurde Asbest schon im 3. Jahrhundert vor Christus in Athen entdeckt und fand schon damals für Dochte Verwendung. Die alten Römer verarbeiteten das Material in Tischtüchern. Im Mittelalter wurde das Material erst einmal nicht mehr verwendet. Erst im frühen 19. Jahrhundert wurden wieder praktische Anwendungszwecke für Asbest gefunden:

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  • feuerfeste Kleidung für Feuerwehrmänner
  • feuerfeste Dächer
  • Wärmedämmungen bei Dampfmaschinen
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Es sollte bis zum Jahr 1900 dauern, bis der Österreicher Ludwig Hatschek diesen neuen Wirtschaftszweig mit seiner Asbestwarenfabrik und einem Patent zum Erfolg führte. Asbesthaltige Materialien und Produkte wurden seitdem in den unterschiedlichsten Formen und in großer Menge hergestellt:

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  • Teile für elektrische Geräte zum Beispiel Telefon-Gehäuse
  • Blumentöpfe
  • Rohre
  • Dachwellplatten
  • Faserzement für Dachplatten
  • Fassadenplatten
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Im 2. Weltkrieg wurde Asbest noch für verschiedene andere Zwecke genutzt: Fallschirme für Bomben, Postsäcke, Zahnpasta und Getränkefilter. Zur Dämmung von Rohrleitungen wurde es in U-Booten und Schiffen eingesetzt. Asbest war also fast überall zu finden, den besorgniserregenden gesundheitlichen Schäden war sich die breite Öffentlichkeit aber erst spät bewusst.

Dabei wurde schon um 1900 herum von der Asbestose als Krankheit gesprochen. 1943 wurde Lungenkrebs als Folge bekannt und anerkannt. Trotzdem dauerte es bis 1979, bis Spritzasbest in Westdeutschland verboten wurde. Es sollte noch etwa weitere zehn Jahre dauern, bis die Verwendung in der Schweiz und in Österreich eingedämmt wurde. 1995 folgten endgültige Herstellungs- und Verarbeitungsverbote in Deutschland. Im Jahr 2005 wurde eine EU-weites Verbot durchgesetzt.

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Wie und wann festgebundenes Asbest verbaut wurde

Beim festgebundenen Asbest sind die Fasern stark an das zugrundeliegende Material gebunden, wie es zum Beispiel beim Asbestzement der Fall ist. Gefährlich wird es, wenn fest gebundenes Asbest unversehens, von unprofessioneller Hand bearbeitet oder durch Witterung, Alterung oder Abnutzung beschädigt wird. Für Gebäude wurde festgebundenes Asbest bis zu den folgenden Jahren für verschiedenste Bauelemente und häufig in der Form von Asbestzement verwendet:

Bis wann Asbest verbaut wurdeFür welches Material Asbest verwendet wurde
bis 1977 (1982 ehemalige DDR)bei Tragsteinen und verschiedenen anderen Bauteilen für Nachspeicheröfen
1979 Leichtbauplatten
 1980Dichtungsschnüre bei Öfen und Herden, Isolierpappen, Heizkessel und kachelöfen, Isolierung von Heizungsrohren
 Mitte der 1980er JahreKlimaanlagen, Bremsbeläge und Brandschutz bei Aufzügen, Füllungen von Brandschutztüren, Verkleidung von Heizungen, Heizlüfter, Zimmeröfen, Herde
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Auch hier sollten Sie Baujahr und Asbest-Geschichte abgleichen, um herauszufinden, ob Sie vielleicht sogar verstecktes Asbest im Haushaben, wo Sie es nicht vermuten. Neben den aufgeführten Geräten und Bauteilen, in denen sich schwach gebundenes Asbest befindet, wurde das Material auch für viele Kleingeräte verwendet: Staubsauger, Bügeleisen, Föne, Heizdecken und –kissen, Toaster, Warmhalteplatten. Wann das Asbest hier verbaut wurde, ist dabei entscheidend. Denn heutzutage wird niemand das Material für die Herstellung verwenden. Sollten Sie sich in diesem Punkt jedoch unsicher sein, lässt sich meistens mittels der Gerätetyp-Nummer beim Hersteller das Baujahr erfragen. Insbesondere bei Nachtspeicheröfen sollten Sie besonders darauf achten, denn die Asbestfasern aus den verschiedenen Bauteilen können schnell über den Wärmestrom in die Luft geraten.

Wie bei den festgebundenen müssen Sie auch bei den schwach gebundenen Asbestarten in der Form von Isolierungen und Pappen beachten, dass Sie diese nicht einfach selbst abbauen dürfen und entsorgen dürfen. In diesem Fall müssen Sie also ebenfalls ein fachmännisches und geprüftes Unternehmen beauftragen, welches unter den notwendigen Schutzvorkehrungen die Sanierungsarbeiten durchführt.

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