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Dachstuhl bauen: selbst Hand anlegen oder Profis vertrauen?


Der Dachstuhl ist eines der grundlegenden konstruktiven Elemente eines Hauses. Er muss nicht nur das Gewicht der Dachdeckung tragen, sondern auch sein eigenes und darüber hinaus den witterungsbedingten Lasten durch Wind und Schnee zuverlässig trotzen.

Damit ein Dachstuhl diesen Anforderungen gerecht wird, muss er von Expertenhand geplant, berechnet und auch hergestellt werden. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einen Dachstuhl in Eigenregie zu bauen. Allerdings sind dazu profundes handwerkliches Können und zudem die entsprechenden Gerätschaften wie ein Kran und kräftige Helfer notwendig. Wer nicht gleich den ganzen Dachaufbau selbst übernehmen möchte, kann sich aber auch professionelle Hilfe holen. Wir zeigen Ihnen, was beim Dachstuhl bauen in Eigenleistung möglich ist und was sie besser in Profihände legen sollten.

Dach Sanierung Schiefer
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Wer übernimmt die Planung?


Für die Planung und Berechnung eines Dachstuhls sind der Architekt und der Statiker die richtigen Ansprechpartner. Sie legen die Dachkonstruktion fest und dimensionieren die benötigten Bauteile, bevor der Dachstuhl gebaut wird. Basiert Ihr Bauvorhaben auf Normmaßen, kann auch ein industriell gefertigter Standard-Dachstuhl eine gute Wahl sein. Individuell gestaltete Dachstühle werden in der Regel von Zimmereibetrieben hergestellt.

Die statische Berechnung eines Dachstuhls durch einen Statiker oder Architekten ist alternativlos. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich nicht selbst Gedanken über die Dachkonstruktion machen und Ihre Ideen in die Planung einbringen können. 

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Merkmale, auf die Sie bei einem individuell geplanten Dach Einfluss nehmen können sind:

  • Dachform

  • Neigungswinkel des Daches

  • Größe des Dachüberstands

  • Dachdeckung

  • Einbau von Gauben zur Vergrößerung der Nutzfläche

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Dachform:
Die Form des Daches hat entscheidenden Einfluss auf das Erscheinungsbild eines Gebäudes. Während das Flach- oder Pultdach Optionen für modern gestaltete Gebäude sind, macht das Mansarddach auf klassisch gehaltenen Häusern eine gute Figur. Während das Schleppdach für zusätzliche Wohnfläche oder eine Unterstellmöglichkeit für das Auto sorgt, ist das Zeltdach vor allem an mediterran angehauchten Gebäuden beliebt. Wer noch keine konkreten Vorstellungen hat, kann seine Vorüberlegungen zum Dachaufbau beim Klassiker schlechthin, dem Satteldach, starten.

Neigungswinkel
Der Neigungswinkel eines Daches ist nicht nur mitbestimmend für die Optik, er hat auch Einfluss auf den Materialbedarf. Für steil stehende Dachflächen werden sowohl längere Sparren als auch mehr Deckmaterial benötigt. Wer mit einer Anlage zur Nutzung solarer Energie liebäugelt, sollte es mit der Dachneigung nicht übertreiben. Während auf einem Flachdach Solaranlagen ohne Probleme im optimalen Winkel zur Sonne aufgestellt werden können, sind die Möglichkeiten an steil stehenden Dächern begrenzt. Zu große Neigungswinkel limitieren die Leistungsfähigkeit einer Solaranlage und machen diese unter Umständen unrentabel.

Dachüberstand
Ein genügend großer Dachüberstand spendet im Sommer Schatten und bietet in Schlechtwetterphasen Schutz vor der Witterung. Er hat allerdings auch Einfluss auf die Statik und muss bereits in der Planungsphase, bevor der Dachstuhl gebautwird, berücksichtigt werden. Zusätzliche bauliche Maßnahmen zur Verkleidung des Dachüberstands sind notwendig, damit es am Dach nicht zu Windschäden kommen kann.

Dachdeckung
Auch die Wahl des Deckmaterials hat Einfluss auf die Planung einer Dachkonstruktion. Eine Dacheindeckung aus Schiefersetzt eine bestimmte Dachneigung voraus, damit es nicht zu Schäden durch eindringendes Niederschlagswasser kommen kann. Gleiches gilt für Dachziegel und -pfannen. Soll eine Dacheindeckung aus Schiefer nach einer bestimmten Deckart erfolgen, kann das Einbeziehen einer Schalung in die Dachkonstruktion notwendig werden.

Gauben
Gauben sind ein hervorragendes Mittel, um für mehr Stauraum oder Wohnfläche im Dachgeschoss zu sorgen. Idealerweise werden sie bereits während der Neubau-Phase realisiert, wenn der komplette Dachstuhl gebaut wird. Der nachträgliche Einbau ist mit größerem Aufwand verbunden. Gauben sind preisgünstig in vorgefertigter Form erhältlich. Alternativ sind ihre individuelle Planung und die Herstellung durch einen Fachbetrieb möglich. Dadurch entstehen einerseits höhere Kosten, andererseits können durch die größeren Gestaltungsmöglichkeiten interessante visuelle Akzente am Dach gesetzt werden. Bezüglich der Dachneigung an Gauben gilt das gleiche wie auf dem Hauptdach: Die Mindestdachneigung gibt die möglichen Deckarten Dachdeckung mit Schiefer vor.

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Kann ich den Dachaufbau komplett selbst übernehmen?


Grundsätzlich ist es möglich, den Dachaufbau nach dem erfolgreichen Abbinden selbst auszuführen. Diese Option sollten Sie allerdings nur dann wahrnehmen, wenn Sie ganz genau wissen, was Sie tun. Der Bau eines Dachstuhls ist eine große Verantwortung. Läuft dabei etwas schief, drohen beträchtliche finanzielle Einbußen und im ungünstigsten Fall sogar Gefahren für die Bewohner. Neben einer ganzen Menge Fachwissen benötigen Sie für den Dachaufbau professionelles Zimmermanns-Werkzeug. Die Standard-Ausrüstung eines Gelegenheits-Heimwerkers ist für das Bauen eines Dachstuhls nicht ausreichend.

Wenn Sie über die entsprechenden Gerätschaften und auch das nötige Wissen verfügen, liegt der Bau eines Dachstuhls durchaus im Bereich des Möglichen. Das gilt zumindest für einfache Dachkonstruktionen wie das Satteldach. Handelt es sich allerdings um komplexere Dachformen oder sollen gleich noch Gauben eingebaut werden, sind die Grenzen des Machbaren für einen Heimwerker schnell erreicht.

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Wo bekomme ich Hilfe?


Für versierte Heimwerker, die gerne so viel wie möglich an der Dachkonstruktion ihres neuen Eigenheims mitwirken möchten, ist ein Richtmeister eine interessante Möglichkeit. Dabei handelt es sich um einen erfahrenen Zimmermann, der den Überblick hat und die Leitung des Dachaufbaus übernimmt. Ein Richtmeister kann entscheiden, welche Werkzeuge und wie viele Helfer benötigt werden. Die besonders schwierigen Aufgaben kann er zudem selbst übernehmen.

Eine weitere Möglichkeit, die Sie beim Hausbau entlastet und auch eine Menge Verantwortung von Ihren Schultern nimmt, ist die Verpflichtung eines Zimmerei-Betriebs. Auch wenn Sie die Verantwortung für den Bau des Dachstuhls in die Hände einer Firma legen, können Sie selbst tatkräftig beim Bau des Dachstuhls mitwirken. Ein klärendes Gespräch mit dem leitenden Zimmermann bringt Klarheit darüber, welche Aufgaben Sie selbst ausführen können und welche in den Bereich der Profis fallen.

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