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Schieferdeckung mit Bischofsmütze

Villa Gericke

Die sogenannten Bischofsmützen sind Schiefersteine, die einen spitz zulaufenden gothischen Schnitt aufweisen und wie eine Rechteck-Doppeldeckung gedeckt werden. Diese schmückende Deckart, die stark an die nordisch-russische Bauweise erinnert, passt sehr gut zur Villa Gericke. Kombiniert mit der Altdeutschen Deckung zeigt sich an diesem Beispiel sehr anschaulich, dass es für jedes auch noch so anspruchsvolle Dach eine gestalterisch und technisch adäquate Schieferdeckung gibt.

Das 1892 erbaute Gebäude mit seinen zahlreichen dekorativen Elementen, war in der ehemaligen DDR lange Zeit dem Verfall ausgesetzt. Undichte und unvollständige Dacheindeckungen, schadhafte Dachstühle und zum Teil feuchte Mauerwerke waren das Ergebnis. Die hochgradig sanierungsbedürftige Villa wurde 2005 von einem Anwaltsehepaar gekauft und in liebevoller und langjähriger Arbeit wieder hergestellt.

Dabei wurde das Gebäude für die umfangreichen Arbeiten am Dachstuhl komplett eingehaust, sodass die alte Dacheindeckung aus Altdeutscher Deckung und zum Teil aus Bischofsmützen im Trockenen abgenommen werden konnten. Der schadhafte Turm bekam im Zuge des Neuaufbaus wieder sein bekanntes Kegeldach und die Tragwerke der Satteldächer wurde in weiten Teilen gedämmt.

Die Satteldachflächen wurden wie bereits vor über 100 Jahren mit Bischofsmützen im Format 50 x 25 cm eingedeckt, Firste und Traufe wurden mit entsprechenden Zubehörschiefern als Rechtecker gestaltet. Die Satteldachgauben und auch die Firste bekamen wieder ihre alte Verziehrung aus Titanzink. Der Kegelturm wurde nach altem Vorbild in Altdeutscher Deckung gedeckt, jedoch waagerecht und ohne Gebindesteigung. Nach jeweils fünf rechts gedeckten Reihen folgt ein links gedecktes Gegengebinde, sodass vier waagerechte Felder zu je fünf Deckreihen entstehen.

Die Villa Gericke in Potsdam erstrahlt seit 2009 mit ihrem neuen Schieferdach und der sanierten Fassade in neuem Glanz nach historischem Vorbild.

 

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Telefon: 0 26 51 - 955-0
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