Rathscheck Schiefer 
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Ein Anforderungs-Profil für den Schiefer

Eine Beurteilung des Schiefers kann nur durch eine Optimierung der verschiedenen Anforderungskriterien erfolgen. In dieser Hinsicht findet sich Vergleichbares durchaus in anderen Bereichen:

Steht für den Käufer eines bestimmten PKW-Fabrikates die Kaufentscheidung mehr unter dem Gesichtspunkt der Exklusivität oder des Prestiges oder der Fahrsicherheit, der Geschwindigkeit, der Wirtschaftlichkeit? Soll ein Reifen im Einzelfalle mehr der Sicherheit bei Aquaplaning, bei Frost und Schnee, oder aber mehr der Sicherheit bei Höchstgeschwindigkeit oder gar der ausschließlichen Betrachtung der Kosten pro gefahrenen Kilometer (Kosten der Nutzungsperiode) dienen?

Optimierung der Anforderungen

Liegen mehrere Erwartungen vor, so muss zwischen ihnen optimiert werden; so auch beim Schiefer.

Die wesentlichsten zusammengefassten Optimierungskriterien finden sich im folgenden Schaubild.

Rathscheck Schiefer
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  1. günstig: Kieselsäure (SiO2) Aluminiumoxid (Al2O2)
  2. ungünstig: hohe Anteile Eisenoxid (FeO) und Schwefel
  3. Glimmerlagen, Zahl, Feinkörnigkeit, Kristallisation etc.
  4. nach Säuretest
  5. Farbgleichheit, nicht »scheckig«
  6. z.B. keine festen Ablagerungen, Dendriten, »Tennisbälle«
  7. auch gemäß den Fachregeln

Unveröffentlichte Sonderprüfungsmethoden und Optimierungs-Systematik

Die Optimierung ist einfach und bereits gegeben, wenn alle Beurteilungsergebnisse in die Optimalzone fallen. Ist dies nicht der Fall, dann muss sich die abschließende Beurteilung an den Anspruchsschwerpunkten ausrichten.

Das Schaubild vereinigt aus Vereinfachungsgründen die funktionalen Ordnungen

  • Material
  • Bearbeitung

Dieses hier abgebildete Anforderungsprofil ist rein systematischer Natur und lässt noch keine praktischen Anforderungsbewertungen zu. Dazu sind zusätzlich nötig

Ausreißer sorgsam prüfen

  • klare Anforderungen
  • ein geschlossenes und gewichtetes Plus-Minus-Punkte-System.

Anmerkung:

Es handelt sich um eine Systemdarstellung. Das Schaubild erlaubt daher ohne Erläuterung keine praktischen Einzelwertungen.

Veröffentlicht sind die praktische Anwendung des Optimierungs-Systems ebenso wie die Sonderprüfmethoden bisher jedoch nicht.

Was die Anforderungen angeht, kann der eine Käufer z. B. mehr an der Lebensdauer interessiert sein als an der Farbbeständigkeit, der andere umgekehrt. Obwohl erfahrungsgemäß hier jeweils enge Interdependenzen vorhanden sind.

Oder wenn die Ästhetik ganz vorne angesiedelt ist, was bei einem Farbschiefer (grün oder rot) der Fall sein kann, wird vielleicht vom Käufer ggfs. ein spröderer, d.h. schlechter bearbeitbarer Schiefer, in Kauf genommen.

Kleine Abweichungen in den Kennwerten sind sicher nicht von entscheidender Bedeutung. Ausreißer in wichtigen Bereichen außerhalb des optimierten Doppelkreises - wie vom System her dargestellt - geben aber zu Bedenken Anlass und zwingen aufgrund der hohen Erwartungen an Schiefer zum Ausscheiden. Zumal, wenn sich damit praktische Langzeiterfahrungen decken.

Je näher das Profil an den Optimalpunkt herankommt, desto besser ist der Schiefer. Die Bewertungsskalen orientieren sich an Werten und Erfahrungen von anerkanntermaßen besten Schiefermaterialien.

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