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Wie findet man Schiefer?

Wenn Dach- und Wandschiefer so selten auf der Welt vorkommt, ist natürlich die Frage, wie man dieses seltene Material überhaupt findet. Nicht immer ist es so, dass sich durch einen jahrhundertealten Bergbau Erkenntnisse angesammelt haben. Am einfachsten ist es immer dann, wenn man lokale Dachdeckungen in den Schieferregionen und damit Informationen über die Haltbarkeit vorfindet.

Auf der grünen Wiese, ohne irgendwelche Anzeichen, ist die Suche nach dem Bodenschatz sehr kompliziert. Zunächst einmal müssen Geologen und Ortskundige das Schiefergebirge geologisch kartieren mit dem Faltenbau und der Lagerung der geologischen Schichten, was in einem Schiefervorkommen meist kompliziert ist. Dazu kann man geophysikalische Methoden wie z.B. Geoelektrik zu Hilfe nehmen. Hat dann der Schiefersucher genügend Informationen gesammelt und geeignete Stellen gefunden, so kann er Kernbohrungen vornehmen. Selbst mit diesen teueren Kernbohrungen ist aber allenfalls festzustellen, ob überhaupt Schieferlager vorhanden sind. Man wird zunächst quer zu den Schieferlagern bohren, um sie zu finden und später parallel dazu, um zu erkennen, wie sie sich in ihrem Verlauf ändern.

Sachkunde und Aufwand beim Abbau: Nur 10% sind verwendungsfähig

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  ...und früher

Schiefer finden ist nicht leicht

Oft müssen solche Bohrungen mit Suchgräben und mehreren Probe-Steinbrüchen ergänzt werden. Danach erst kann man die geeignetste Stelle aussuchen und eine Probeproduktion beginnen. Anders wie bei anderen Bodenschätzen muss der erfahrene Spalter oder Zurichter erst einmal die Spaltfähigkeit, Bearbeitbarkeit, Härte des Gesteins und Lochbarkeit des Schiefers prüfen. Man wird dabei auch den Ausbringungsgrad erfassen mit der wichtigen Frage, ob überhaupt, ökonomisch gesehen, genügend Material zu gewinnen ist. Daneben spielt auch noch die Formatgröße eine Rolle, denn Schiefer, aus dem sich nur kleine Formate gewinnen lassen, ist nicht rentabel.

Wenn vor Ort keine Erfahrung zur Schiefergewinnung und Bearbeitung vorhanden ist und die Arbeiter noch nie Schiefer produziert haben, wird die Lage noch schwieriger. Erfahrungsgemäß benötigen Schieferspalter und -zurichter viele Jahre der Ausbildung und Erfahrung, um aus dem Schieferrohstein auch einen geeigneten Deckstein herzustellen.

Hin und wieder hört man erstaunliche Berichte von Schiefervorkommen irgendwo auf der Welt, wo man mit der Schiefergewinnung beginnen will und auch schon genau weiß, wann man wieviel wem zu welchem Preis liefern kann. Viele solcher aufregender Nachrichten kann ein Schieferfachmann bei näherem Hinsehen schnell als Märchen entlarven.

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Moselschiefer-Bergwerk Katzenberg, das nach Produktion größte Schieferbergwerk Mitteleuropas.

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