Rathscheck Schiefer
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Schulzentrum Riedwies

Uetikon, Schweiz

Natur zum Quadrat.

Moderne Architektur und der traditionelle Baustoff Schiefer stehen nicht im Widerspruch. Es kommt lediglich auf die Wahl der passenden Schieferformate an. Dabei verändern neue Deckarten die Wahrnehmung von Schieferfassaden entscheidend.

Ein kontrastreiches, seidig glänzendes Schieferkleid stülpt sich gleichsam einer Haut über die kubischen Bauten des Schulzentrums Riedwies im Schweizer Uetikon am See. Passend zur geradlinigen Architektur wählten die Architekten Hasler, Schlatter und Partner aus Zürich eine klare Deckart aus Rechteck-Schiefern. Die Schiefersteine wurden so verlegt, dass sie in der Ansicht als streng geordnete Quadrate zu erkennen sind.

Der siegreiche Wettbewerbsentwurf sah für den Schulneubau ein homogenes Fassadenmaterial vor, das durch und durch natürlich sein sollte. Denn nur ein natürliches, ökologisch wertvolles Material, wie hier der Schiefer, sichert auch eine ästhetische Patinierung. Das neue Schulgebäude sollte sich auch nicht an das Umfeld anlehnen, sondern im Kontrast zu den üblichen Bauten stehen. 

Die Deckart prägt die Architektur

Die Schulbauten mit Turnhalle und angegliedertem Kindergarten sind moderne, geradlinige Gebäude. Passend zu den kubischen Bauten wählten die Architekten eine wenig bekannte Schieferdeckung mit quadratischer Ansichtsfläche. Hinter der modernen Linearen Rechteck-Deckung verbirgt sich eine Fassadentechnik, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Zwischen den Sichtbetonwänden und der Fassade sichern 2 x 80 mm Steinwolle eine sehr gute Wärmedämmung. Bis in die 30er Jahre war Schiefer in dieser Region ein gängiges Material für Dacheindeckungen. Dann kamen industrielle Substitute auf. Lediglich als Bodenbelag war das Gestein noch bekannt. Doch mit der Rückbesinnung auf natürliche Materialien gewinnt das ökologisch wertvolle Schiefergestein wieder an Bedeutung. An öffentlichen Gebäuden wird die Rückbesinnung der Bauherren besonders deutlich erkennbar. Das bewährte Urgestein hat seinen festen Platz in der modernen Architektur eingenommen.

Architekten


Architekt Jürgen Hasler Jürgen Hasler
  • Geboren 1950.
  • Lehre als Hochbauzeichner.
  • Studium an der HTL in
    Zürich und Studium an der
    ETH in Zürich.
  Architekt Beat Schlater Beat Schlater
  • Geboren 1956.
  • Lehre als Hochbauzeichner.
  • Studium an der HTL in
    Windisch und Studium
    an der ETH in Zürich.

Bautafel

                   
    BAUHERR
Schulgemeinde Uetikon am See

PLANUNG
Hasler Schlatter Partner
Architekten AG
Am Schanzengraben 15
8002 Zürich 


BAUZEIT
2001 bis 2002


FASSADENMATERIAL
Rathscheck Schiefer,
InterSIN®


UNTERKONSTRUKTION
Holz-UK

    STANDORT
Bergstraße
8707 Uetikon am See

TRAGWERKSPLANER
Winiger, Kränzlin & Partner
Bauingenieure AG
Verena Conzett-Str. 7
8004 Zürich


SCHIEFERARBEITEN
Stephan Herzog
Aufdorfstr. 173
8707 Uetikon am See  


SCHIEFERDECKART
Lineare Rechteck-Deckung  


DÄMMUNG
Mineralwolle 2 x 80 mm   

 
 

   

 

   

 

   

 

Kontakt

© Rathscheck Schiefer
St.-Barbara-Straße 3
56727 Mayen-Katzenberg

Telefon: 0 26 51 - 955-0
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