Rathscheck Schiefer
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Rathscheck Schiefer - Variable Rechteck-Deckung

Schulzentrum

Ailingen, Deutschland

Ein starkes Stück Architektur.

Der Erweiterungsbau des Schulzentrums Ailingen präsentiert sich als ein neues Zentrum inmitten einer älteren Schulanlage. Das „starke Stück Architektur“ ist geprägt von einer Schieferfassade in der innovativen Dynamischen Deckung.

Der neu eingefügte Schieferkubus präsentiert sich als architektonisch stark prägendes Gebäude, das die Altbauten aus den 60er und 70er Jahre dominant zu verbinden vermag. Die Realschule, ein Stahlbetonskelettbau mit Klinkerausfachung aus dem Jahr 1963 und die Grund- und Hauptschule, ein Betonbau mit Alu-Trapezblechbekleidung aus dem Jahre 1971, ordnen sich dem neuen Bauwerk unter. Während die beiden Altbautenlängs des Hanges stehen, nimmt der Neubau eine verbindende Querposition ein. Einerseits in den Hang eingegraben, andererseits weit über dem abfallenden Gelände schwebend, nimmt der Neubau für sich eine Sonderstellung ein. Der Erweiterungsbau der Architekten Hildebrand + Schwarz aus Friedrichshafen erstreckt sich über vier Ebenen. Im Untergeschoss ist Platz für Sozialräume. Die zentrale Eingangshalle befindet sich im Erdgeschoss. Sie wird als Aula, Musikraum und bei schlechtem Wetter auch als Pausenraum genutzt. Das erste Geschoss beher bergt einige Unterrichtsräume und Lehrerzimmer, im Oberge schoss sitzt die Verwaltung beider Schulen.

Von der Schiefertafel zur Schieferfassade

Bei der Gestaltung der Fassade stand für die Architekten von vorn herein fest, dass Schiefer eingesetzt werden sollte. Schiefer in Form von Schiefertafeln, früher ein in Schulen gängiges Schreibwerkzeug, inspirierte die Planer. Heute schätzen die Architekten das lebhafte Farbspiel des Spaltgesteines vom tiefen Schwarz über das seidig glänzende Blaugrau bis hin zum strahlen den Glanz in der Sonne. Die Architekten entwarfen ein exaktes Verlegemuster. Es besteht aus einer unregelmäßigen Folge von verschieden hohen Steinge binden. Sie sind in der Ansichtsfläche fünf, zehn oder fünfzehn Zentimeter hoch. Die Lage, Höhe und Wiederholung der Gebinde ist über mehrere Meter vorgegeben gewesen. Lediglich bei der Lage der Stoßfugen der Schiefersteine hatten die verarbeitenden Dachdecker freie Hand. Es sollte allerdings der Eindruck eines wilden Verbandes entstehen. In der Senkrechten durften sich die über einander stehenden Stoßfugen über mehrere Reihen nicht wiederholen.

Das Erweiterungsgebäude des Schulzentrums hat die Aufgabe, zwei sehr unterschiedliche bestehende Gebäude zu verbinden. Durch den strengen Rhythmus mit senkrechten Fensterbändern und der Natursteinoberfläche aus Schiefer entsteht ein einfaches, starkes Gebäude mit der erforderlichen Kraft, den heterogenen Bestand zu vereinen. Durch unterschiedlich breite Gebindelagen wurde eine starke horizontale Bänderung herausgearbeitet, die den Schiefer-Baukörper flächig und natürlich erscheinen lässt. Diese Grundhaltung, das Material in seiner ursprünglichen Farbe und Materialhaftigkeit zu belassen, ist uns besonders wichtig. Das Material Schiefer in seiner vielfältigen Erscheinungsweise fasziniert uns immer wieder. Bei heller Sonne erscheint das sonst dunkle Gebäude fast silbern. Ist die Fassade vom Regen nass, dann spiegelt sich die Umgebungin ihr. Diese Lebendigkeit und nicht zuletzt die Verbindung zum Thema Schule, die das Material Schiefer mit den Schiefertafeln hat, macht es zum Gesprächsstoff in der Schule und in der Ortschaft. Diese Erfahrung und die Möglichkeit, diesen traditionellen Baustoff neu zu inszenieren, werden uns weiter beschäftigen.

Hinter der Fassade verbergen sich 20 x 60 mm Mineralwolle. In U-förmigen Aluhaltern sind senkrechte Kanthölzer
60 x 120 mm und darauf eine 30 mm dicke waagerechte Vollschalung montiert. Eine diffusions offene Vordeckung schließt die Unterkonstruktion ab. Die Mindesthöhenüberdeckung wie auch die Mindestseitenüberdeckung der Schiefer liegen bei 40 mm. Die fehlende Überdoppelung ist durch einen 80 mm breiten, schwarzen Alustreifen im Stoßfugenbereich gesichert. Alle Steine wurden mit drei Schiefer-Nägeln aus Edelstahl befestigt

Architekten

Architekt Jürgen Hildebrand   Jürgen Hildebrand
  • Geboren 1965 in Friedrichshafen.
  • Architekturstudium in Stuttgart. FH-Diplom 1989, Uni-Diplom 1995.
  • Mitarbeit im Büro Mändler,
    Karlsruhe und im Büro
    Dietrich & Dietrich, Stuttgart.
  • Seit 1996 Freier Architekt
    in Friedrichshafen.
  • Seit 1997 gemeinsames Büro
    Hildebrand + Schwarz,
    Architekten GmbH.
  Architekt Uwe Schwarz   Uwe Schwarz
  • Geboren 1964 in Reutlingen.
  • Architekturstudium in Stuttgart. Diplom 1988, FHT Stuttgart.
  • Mitarbeit im Büro Walk,
    Reutlingen und im Büro
    Dietrich & Dietrich, Stuttgart.
  • Seit 1996 Freier Architekt
    in Stuttgart.
  • Seit 1997 gemeinsames Büro Hildebrand + Schwarz,
    Architekten GmbH.

Bautafel

         
 

BAUHERR
Stadt Friedrichshafen


PLANUNG
Hildebrand + Schwarz
Architekten GmbH
Weinbirnenstraße 2
88048 Friedrichshafen


BAUZEIT
2005 bis 2006


GEBÄUDEFLÄCHE
ca. 940 m2


FASSADENMATERIAL
Rathscheck Schiefer,
InterSIN®

 

STANDORT
Friedrichshafen-Ailingen


TRAGWERKSPLANER
Schösser Bedachung
Quellensteinweg 10
95192 Lichtenberg


SCHIEFERDECKART
Dynamische Deckung


UNTERKONSTRUKTION
Brettschalung mit UK auf Betonwänden


DÄMMUNG
Mineralwolle 120 mm 


 

Kontakt

© Rathscheck Schiefer
St.-Barbara-Straße 3
56727 Mayen-Katzenberg

Telefon: 0 26 51 - 955-0
Rathscheck Schiefer
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