Rathscheck Schiefer
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Rathscheck Schiefer - Variable Rechteck-Deckung

Ferienhäuser

Brissago, Schweiz

»La dolce vita« im Tessin.

An den Hängen des Lago Maggiore zu bauen, ist wahrlich nicht einfach. Die Gassen sind hier schmal und oft führen nur Fußwege zu den Häusern. Fünf Ferienhäuser in der typischen reduzierten Bautradition der Region entstanden hier mit spektakulärer Luftunterstützung.

Das steile, mit Trockenmauern terrassierte Grundstück, auf dem die fünf Wochenendhäuser stehen, ist zum Teil nur 11 Meter breit. Ein schmaler Serpentinen-Fußweg erschließt die Bauten von der Rückseite. Die Schieferkuben der fünf Ferienhäuser folgen einer minimalistischen Philosophie. Mit ihrem reduzierten kompakten Volumen zitieren sie die Tradition der landwirtschaftlichen „Rustici“ der Region. Integriert in die ehemalige Weinberglandschaft entsprechen die Bauten den Gesetzmäßigkeiten der über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft. Auf zwei Ebenen sind die 4,5 x 9,5 oder 14 m großen Schieferkuben organisiert. Im Erdgeschoss befindet sich die Kochzeile mit Wohn- und Essbereich. Eine angeschlossene Terrasse erweitert den Wohnbereich ins Freie. Im Obergeschoss sind zwei bzw. drei einfache Schlafräume und die Sanitärzelle untergebracht. Die Kuben sind Holzständerbauten. Ein Hubschrauber brachte die kompletten Wandtafeln und setzte sie auf die vorbereiteten Einzelfundamente mit Stahlrahmen darüber. Zwischen den Holzständern befinden sich 22 cm Mineralwolledämmung. Damit erreichen die Häuser den geforderten schweizer Minergie-Standard. In diesem Fall ist es ein durchschnittlicher U-Wert über die gesamte Gebäudehülle inklusive Fensterflächen von 0,36 W/m²K. Außen mit OSB-Platten und innen mit OSB- + Gipsfaserplatten beplankt, erreichten die Bauten schnell einen fortgeschrittenen Bauzustand.

Variabel mit Rechtecken

Vor Ort wurden die Fassaden abschließend mit der neuen Variablen Rechteck-Deckung bekleidet. Bei dieser Deckart werden Schiefersteine mit zwei gegenüberliegend gestutzten Ecken montiert. Dadurch kommen die Steine so zu liegen, dass ein strenges Kreuzfugenraster entsteht. Feiner seidiger Glanz prägt die Flächen. Die Deckart verbindet auf eine besonders interessante Art die strenge Geradlinigkeit moderner Architektur mit der Ausdruckskraft natürlicher Gesteine. Die Häuser liegen in einem ehemaligen Rebgelände und beziehen sich mit ihrer monolithischen Form auf die in einfachster Volumetrie gehaltenen Ökonomiebauten des ländlichen Tessins (Rustici). Der Schiefer interpretiert die traditionellen Wandkonstruktionen aus geschichteten Granitsteinen, trägt gleichzeitig aber auch den besonderen logistischen Bedingungen des Bauplatzes Rechnung. Da der Transport der Baumaterialien mit dem Helikopter erfolgen musste, war die konstruktive Konzeption auf eine Stückelung der Transporte mit maximal 1.000 kg ausgelegt.

Architekt

Architekt Rolf Prim Rolf Prim
  • Geboren am 20.06.1955 in St. Gallen.
  • Gymnasium Typus B.
  • Architekturstudium an der ETH Zürich.
  • Seit 1982 selbstständig.
  • Tätigkeitsschwerpunkt: Schulhausbau,
    Einfamilienhaus- und Wohnungsbau,
    Gewerbebau.

Bautafel

         
 

BAUHERR
Risse Baumanagement AG, St. Gallen


PLANUNG
Rolf Prim
Architekt ETH SIA BSA
Tigerbergstr. 5
9000 St. Gallen


BAUZEIT
März bis September 2004


GEBÄUDEFLÄCHE
1.550 m2


FASSADENMATERIAL
Rathscheck Schiefer,
InterSIN® 


 

STANDORT
Brissago, Tessin


SCHIEFERARBEITEN
A. Weibel AG
Schachenstr. 7
9016 St. Gallen


SCHIEFERDECKART
Variable Rechteck-Deckung


UNTERKONSTRUKTION
Holzelementbau mit Holzlattung


DÄMMUNG
Isofloc eingeblasen


 

Kontakt

© Rathscheck Schiefer
St.-Barbara-Straße 3
56727 Mayen-Katzenberg

Telefon: 0 26 51 - 955-0
Rathscheck Schiefer
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